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Michelsberg bei Limmud 2020 in Wien

Noch eine weitere, unter die “Corona-Räder” geratene und daher etwas verspätete Nachricht: Vom 28.02. bis 01.03.2020 nahmen zwei Vorstandsmitglieder unserer Gemeinde, Larissa und Felix Deichmann, am Limmud in Wien teil.

Larissa und Felix bei Limmud 2020 Wien

Limmud (auf Hebräisch „Lernen“) ist die größte pluralistisch-jüdische Bildungskonferenz der Welt, die das Ziel hat, die Jüdinnen und Juden zu verbinden, die in der ganzen Welt zerstreut sind.

Insbesondere geht es dabei um die russischsprechende Diaspora. Im Fokus der Konferenz stehen jüdische Identität, Kultur, Religion und Geschichte.

Die Teilnehmer kommen aus allen Bereichen, Altersgruppen, Graden und Formen der jüdischen Observanz.
Über 600 Jüdinnen und Juden aus mehr als 20 Ländern, darunter internationale Persönlichkeiten aus der jüdischen Welt, nahmen am Limmud in Wien teil.

Das dreitägige Konferenzprogramm umfasste Seminare, Meisterkurse, Diskussionsrunden, Debatten, Konzerte, Workshops, Vorträge und Präsentationen zu einem facettenreichen Themenspektrum.

Zu den Referenten zählten unter anderem Wissenschaftler, Psychologen, Künstler, Journalisten, Politiker, Schriftsteller, Dichter, Tänzer oder Schauspieler.

Vom Limmud-Vorbereitungsteam wurden Larissa und Felix zu den Vortragenden und Moderatoren einer Veranstaltung im Rahmen des Limmud-Programms ausgewählt. Sie referierten zum Thema “Was verbindet uns? Strömungen des Judentums. Rekonstruktionistische Strömung in Deutschland”.

Unser Beitrag hatte den Titel “Was verbindet uns? Strömungen des Judentums. Rekonstruktionistische Strömung in Deutschland”

Viele für unsere Gemeinde sehr interessante Verbindungen entstanden dabei, so sind wir beispielsweise mit dem Bund der russischsprechenden Juden in Deutschland im Gespräch über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Larissa dazu: “Es herrschte eine unendlich herzliche Atmosphäre. Es ging um Kontakte, Austausch, Wissenserwerb zur jüdischen Religion, aber auch die persönliche Sicht auf das Leben, Glück, Liebe, Religion, Politik, Frauenrechte, Biographien, Selbsterfahrungen. All das wurde zusammengefasst in diversen Präsentationen,  Diskussionen,  Geschichten, Bilderausstellungen, Liedern, Tänzen, Gedichten, Melodien und Visionen. Es war typisch jüdisch: die Trauer und das Lachen waren unzertrennlich.”

Die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft standen stets in Verbindung: Besonders ergreifend war der gemeinsame Friedensmarsch in der Gedenkstätte “KZ Mauthausen”.

Unsere Progressive Jüdische Gemeinde Michelsberg hat viele neue Freunde in der ganzen Welt gefunden. Einige von ihnen würden gerne zu uns nach Wiesbaden kommen und bei uns tolle Veranstaltungen leiten, auf die alle Wiesbadener bereits jetzt gespannt sein dürfen.

Unsere Vision steht in jedem Falle fest: Limmud in Wiesbaden!

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