Kategorien
Uncategorized

Aufruf an Schüler*innen: Fragt für Schlöndorff-Reportage über unser Ehrenmitglied

Liebe Schüler*innen, Auszubildende, Schulleiter*innen und Lehrkräfte,

da aufgrund der leider immer noch bestehenden Pandemie keine öffentlichen Veranstaltungen abgehalten werden dürfen, insbesondere nicht zu dem aktuellen Befreiungstag von Auschwitz am 27. Januar 2021, 
laden wir Sie zu einem ganz besonderen gemeinsamen Projekt ein: 

Am 20. Februar 2021 wird unser Ehrenmitglied Leon Schwarzbaum seinen 100. Geburtstag feiern.

Er ist nicht nur einer der letzten Überlebenden der Shoa, sondern auch des am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreiten Konzentrationslagers Auschwitz.

Anlässlich seines Geburtstags wird ein Zeitzeugengespräch stattfinden, das der bekannte, aus Wiesbaden stammende Filmregisseur und Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff führen wird.

Leon Schwarzbaum lädt Sie alle herzlich ein, ihm Fragen zu seinen Erlebnissen in Auschwitz und der Shoa zu stellen, die Inhalt dieses Gesprächs werden sollen. 

Wir freuen uns auf Ihre Nachrichten, die Sie gerne schriftlich oder auch als Videoaufzeichnung an kontakt@jg-michelsberg.com schicken können.

Kategorien
Uncategorized

Gutes neues Jahr 2021!

Liebe Mitglieder, liebe Freunde, mit diesem kleinen Chanukka-Lied, das zwei unserer jüngsten Mitglieder gesungen haben, wünschen wir allen einen guten Rutsch in ein gutes, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2021!

Kategorien
Uncategorized

Die Geschichte unserer Chanukkia

Unser Chanukka-Leuchters, der am letzten Chanukka-Tag vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden entzündet werden sollte, wurde von den jüdischen, muslimischen und christlichen Auszubildenden des Metallhandwerks der Wiesbadener Jugendwerkstatt gemeinsam hergestellt.

תודה רבה (Todah Rabah, vielen Dank) dafür von der ganzen Gemeinde!

Das Team der Wiesbadener Jugendwerkstatt, das unsere Chanukkia hergestellt hat, gemeinsam mit Larissa Deichmann aus unserem Vorstand und unserem Geschäftsführer Andreas Kimmel

Die Patenschaften für die Chanukka-Kerzen wollten Vertreter der Hessischen Regierung, der christlichen und muslimischen Gemeinden sowie die Jugendwerkstatt übernehmen.

Leider mussten wir dieses Vorhaben aufgrund des harten Lockdowns, der am 16.12.20 begann, absagen. Obwohl wir eine Genehmigung der Stadt Wiesbaden erhalten hatten, haben wir uns entschieden, zur Sicherheit aller auf das Ereignis zu verzichten.

Wir hoffen jedoch sehr, dass die Kerzen unserer Chanukkia als Zeichen der Verbundenheit dieser drei Weltreligionen nun jährlich ab dem Jahr 2021 vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden zum Chanukka-Fest entzündet werden.

Kategorien
Uncategorized

Fotogalerie 2020

Das Jahr 2020 u.Z. war für uns alle voll grosser Herausforderungen, und die gesellschaftlich wohl grösste Belastungsprobe, COVID-19, hat uns nach wie vor fest im Griff.

Daher hier eine kleine Bildergalerie mit einigen der positiveren Momente unseres ersten Gemeindejahres (nach der Zeitrechnung).

Kategorien
Event Uncategorized

Ankündigung: UPDATE 2 – Chanukka am 17.12.20 auf dem Schlossplatz

Update vom 17. Dezember: Aufgrund der sich in Wiesbaden deutlich verschlechternden Situation werden wir heute auch keine Chanukkia aufstellen.

Update vom 16. Dezember: Aufgrund der aktuellen Situation ist die unten aufgeführte Veranstaltung abgesagt. Die Chanukkia wird ohne Feierlichkeiten aufgestellt und entzündet.

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Jüdischen Lichterfest, Chanukka 2020 am Donnerstag, 17. Dezember 2020, ab 18.00 Uhr auf den

Schlossplatz in Wiesbaden zwischen Hessischem Landtag und Rathaus

zu einem gemeinsamen Entzünden der Channukia mit Ehrengästen aus Politik und Kultur und Freunden mit kleinem festlichen Beiprogramm und unserem Rabbiner Dr. Walter Rothschild.

Um eine – gerne formlose – Anmeldung wird gebeten.

Ebenfalls bitten wir alle Gäste, während der gesamten Veranstaltung den Atem-/Mundschutz zu tragen, einen gebührenden Abstand zu anderen Personen und die AHA-Regeln einzuhalten!

Kategorien
Uncategorized

Aktion „Leere Schuhe“ am 10.11.2020

Wenn Sie am 10.11.2020 an der Gedenkstätte am Michelsberg in Wiesbaden gewesen sind, dann haben Sie einen halben Davidstern, gebildet aus leeren Schuhen gesehen.

Am 10.11.2020 haben wir um 05.30 Uhr – dem Zeitpunkt, als das Gebäude der Reformsynagoge am Michelsberg vor 82 Jahren brannte – eine Mahnwache zur Erinnerung an die Zerstörung der Reformsynagoge an der Gedenkstätte abgehalten und für alle während der Schoah ermordeten Jüdinnen und Juden im stillen Gedenken einen Kranz niedergelegt.

Wir haben uns zwischen den leeren Schuhen aufgestellt, um zu zeigen, dass die ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes zwar nicht mehr da sind, aber in unseren Herzen weiter leben, in unseren Gedanken neben uns stehen und das vielfältige jüdische Leben in Deutschland wieder hergestellt ist. Das Progressive Judentum in Wiesbaden ist wieder sichtbar.

Unsere Botschaft an die Stadt Wiesbaden ist: Wir, die progressiven Jüdinnen und Juden dieser Stadt, sind wieder da!

Wir alle dürfen die Vergangenheit nicht vergessen, aber wir dürfen unsere Gedanken nicht nur zurück, in die traurige Vergangenheit richten, sondern müssen auch nach Vorne schauen!

Bis zum 9. November 1938 stand an dieser Stelle die Reformsynagoge Wiesbadens, die durch die Progressiven Jüdinnen und Juden unserer Stadt errichtet und am 13.08.1869 eingeweiht wurde. Die Mitglieder dieser Gemeinde plädierten für eine Anpassung historisch bedingter religiöser Rituale und Regeln an die Gegenwart bzw. für eine Liberalisierung und Demokratisierung in allen Bereichen des jüdischen Lebens.

Der ehemalige Rabbiner dieser Gemeinde, Abraham Geiger, war einer der Gründer des Progressiven Judentums, wie wir es heute in der ganzen Welt kennen.

Kategorien
Event Uncategorized

Ankündigung: Mahnwache am 10.11.20 anlässlich Zerstörung der Reformsynagoge

Am 10.11.2020 werden wir an der Gedenkstätte am Michelsberg um 0530h – dem Zeitpunkt, als das Gebäude brannte – eine Gedenkveranstaltung und Mahnwache zur Erinnerung an die Zerstörung der Reformsynagoge vor 82 Jahren abhalten.

Die Zerstörung der Reformsynagoge am Michelsberg am 10.11.1938

Selbstverständlich werden die aktuell rechtlich geforderten und durch die Umstände gebotenen Abstands- und Hygieneregelungen eingehalten.

Falls Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich gerne bei uns an.

Kategorien
Uncategorized

Wir sind jetzt offiziell ein “eingetragener Verein” (e.V.)

Ein auch für unsere Mitglieder und uns herausforderndes Jahr 2020 neigt sich bald dem Ende entgegen, aber wir haben gute Nachrichten, die eine Kurzmitteilung wert sind:

Wir sind jetzt offiziell ein eingetragener Verein (e.V.) und haben bereits eine vorläufige Anerkennung unserer Gemeinnützigkeit vom Finanzamt.

Sollten Sie Fragen über unsere Zielsetzungen, Inhalte oder Interesse an einer Mitgliedschaft haben, kontaktieren Sie uns gerne!

Kategorien
Uncategorized

Jom Kippur 5781 und Sukkot

Liebe Besucherinnen und Besucher, falls Sie unsere Seite bereits früher besucht hatten: Unser Jom Kippur-Artikel war Teil des Seder zum Neuen Jahr-Artikels, was leider missverständlich war, daher haben wir den Artikel jetzt aufgeteilt.

Natürlich verbrachten wir Jom Kippur, den jüdischen Versöhnungstag, auf die moderne Weise, aber im Einklang mit den Jüdischen Traditionen. Wir versammelten uns im digitalen Raum und standen uns trotz der Entfernung ganz nahe. Auch an diesem Tag war Batja mit uns zusammen.

Jom Kippur ist ein Fastentag, an dem viele Juden – sofern das ihre Gesundheit nicht gefährdet, denn diese steht stets über solchen Regeln – 25 Stunden nichts essen oder trinken.

15 Tage nach dem Jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana bzw. 5 Tage nach Jom Kippur beginnt jedes Jahr das jüdische Freudenfest Sukkot (das Laubhüttenfest). Es erinnert an die Flucht unserer Vorfahren aus Ägypten, an den langen Weg durch die Wüste, an die Übernachtungen in provisorischen Hütten.

Als Symbol für die Vergänglichkeit von materiellem Wohlstand bauen die Juden zu Sukkot Hütten unter freiem Himmel, dort, wo man Platz findet: z.B. im Garten, im Hof, auf dem Balkon oder auf der Terrasse.

Das Besondere: Durch das Dach dieser Hütte (Sukka) sollen die Sterne zu sehen sein. In Israel und anderen warmen Ländern ist die Sukka eine Woche lang ein Zuhause für viele jüdische Familien. In kalten Gegenden treffen sich Familien an den Sukkot-Tagen zum Essen. Jeder Gast ist in der Sukka herzlich willkommen. Denn im 3. Buch Mose steht: “Begeht es als Freudenfest mit euren Söhnen und Töchtern, […] mit den Fremden, die bei euch leben…”.

Ein weiteres Symbol für das Fest ist der Feststrauß. Dieser besteht aus einem Zweig der Dattelpalme, drei Myrten- und zwei Bachweidenzweigen sowie aus der Zitrusfrucht einer Zitronenart, dem Etrog. Der Grund, warum ausgerechnet diese vier Pflanzenarten zum Sukkot-Strauß gehören, ist vermutlich ihre Verschiedenartigkeit. Im Feststrauß sind diese verschiedenen Pflanzenarten zu einem Gebinde vereinigt. Dies soll die Einheit des jüdischen Volkes und die gegenseitige Verantwortung der Menschen füreinander symbolisieren.

Diese zwei Symbole von Sukkot sind für unsere Progressive Jüdische Gemeinde Michelsberg sehr aktuell.

Kategorien
Uncategorized

Seder zum Neuen Jahr

Liebe Leserinnen und Leser, Teil dieses Artikels war in einer früheren Version auch unsere Jom Kippur-Veranstaltung, was leider zu Missverständnissen führen konnte, daher gibt es nun einen zweiten Teil.

Am zweiten Tag des Festes Rosch ha-Schana organisierten wir ein “Seder” (ein Essen mit Speisen von symbolischer Bedeutung) in einem wunderschönen Garten. Ein Mitglied unserer jüdischen Gemeinde, Dr. Birgit Klein, erklärte die Bedeutungen der Speisen und berichtete über deren Ursprung. Auch Batja war zu unser aller Freude wieder dabei, schließlich war es ihr erstes Rosch ha-Schana in einer jüdischen Gemeinde in Deutschland seit 82 Jahren.

Die zehn Tage zwischen dem jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana und Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag nennt man im Jüdischen als zehn Tage der Umkehr. In diesen Tagen findet ein Brauch unter freiem Himmel statt: Taschlich (im Hebräischen bedeutet „werfen“).

Alles Negative wird symbolisch in fließendes Wasser geworfen. Damit beginnt eine spirituelle Erneuerung. Nach Rabbiner Leo Trepp kam dieser Brauch im Rheinland (wahrscheinlich in der Mainzer Umgebung) auf und wurde von den Juden der ganzen Welt übernommen.

Mit unserem Taschlich am Rhein in Biebrich wollten wir uns und die Stadt Wiesbaden daran erinnern, dass das Jüdische Leben in Deutschland seit fast 1700 Jahren existiert und einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des Judentums der Welt hinterließ. Deutschland ist nicht zuletzt die Wiege des Progressiven Judentums.

Leider ist die wunderschöne Reformsynagoge am Michelsberg nicht mehr da und wir suchen ständig nach einem Ort, wo wir uns treffen können. Nichtdestotrotz möchten wir alle Interessierten willkommen heißen.

Sehr gerne informieren wir Wiesbadener Bürger, Schulklassen, Religionsgemeinschaften und andere Gruppen über das Progressive Judentum, über die wichtigen Unterschiede der Strömungen des Judentums, über seine Vielfalt und verschiedene Möglichkeiten, heute jüdisch zu sein.